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Das Tierheim SARA erstattet Anzeige gegen Anwohner in Arrecife wegen Verlassen seine Hundes

Das Tier, ein Boxer-Mischling , lag sterbend in einem Abfallcontainer der Hauptstadt. Infolge von Unterernährung und Austrocknung mußte es geopfert werden.

Ein Anruf am Rosenmontag, den 6. März, alarmierte den Korps der Nationalgarde über das Vorhandensein eines Hundes in einem Abfallbehälter. Die Polizeibeamten konnten nicht mit der Tierärztin der Stadtverwaltung in Verbindung treten, sie hatte sich krank gemeldet. Arbeiter der Stadtverwaltung verlegten die Hündin daraufhin zum Tierheim. “Die Augen waren so tief eingefallen, dass die Arbeiter glaubten, das Tier habe keine Augen mehr”, erklärte SARAs Tierarzt, Luis Cejudo.

Luis Cejudo erstellte auch das Gutachten für die Polizei.

Dem Gutachten zufolge konnten ”Rippen, Lendenwirbel, Beckenknochen und arteigene Knochenauswüchse schon aus der Ferne wahrgenommen werden, dagegen waren Fettansätze am Leib äußerlich nicht erkennbar und die Körpermasse fehlte fast völlig. Außerdem wurden hochgradiger Wasserentzug und übermäßig tief eingefallene Augen nachgewiesen.”

Die Hündin war schon fast tot als sie im Tierheim ankam. Da es keine Chance gab, wurde das Tier von seinen Leiden befreit.

Eine verwaltungsrechtliche Anzeige wurde bei der dortigen Körperschaft erhoben und besteht in der Forderung, unter Anwendung des Gesetzes zum Tierschutz der Kanarischen Inseln den Hundehalter mit einer Geldstrafe zu ahnden. Der Betrag soll der Größe des Vergehens entsprechen. Je nach Würdigung des Sachverhalts kann er mit mehr als zwei Millionen Peseten bestimmt werden.

Im Tierheim wurde festgestellt, dass das Tier - eine etwa zehnjährige Boxer-Mischlingshündin - zur Identifikation einen Mikrochip hatte, der die Feststellung des Hundehalters ermöglichte.

Wir hoffen, der Besitzer findet keinen milden Richter.